Seitdem ich ein Kind habe, merke ich, wie viel kitschige, völlig überladene Kinderkleidung es doch gibt. Da ist es manchmal schwer, was schönes zu finden. Ganz in uni war mir dann auch zu langweilig. Manchmal wünsche ich mir einfach nur ein kleines Detail auf der Brusttasche oder auf dem Rücken. Aber das ist selten zu finden. (Bei den mit einem * gekennzeichneten Links in diesem Beitrag handelt es sich um Werbelinks. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision bekomme, wenn ihr diese Links nutzt. Es entstehen keinerlei Kosten oder Nachteile für euch daraus.)
Als ich dann diese tollen Meerstempel* aus Moosgummi entdeckt habe, wusste ich sofort, was ich damit machen wollte, hatte ich doch noch so einige einfarbige Shirt vom Kind im Schrank. Vor kurzem hatte ich mir bereits ein Siebrduck-Starterset von Alles für Selbermacher gekauft, weil ich das endlich mal ausprobieren wollte – auch hier um die langweilige Kinderkleidung aufzupeppen. In diesem Set war auch eine Farbe dabei, die ich auch für die Stempel verwenden wollte.
Vitamin Sea – Kleidung bestempeln
Nachdem ich die Meerstempel gekauft hatte, fand ich noch passende Buchstaben- und Zahlenstempel* und sofort hatte ich ein Motiv im Kopf, das ich aufs Shirt bringen wollte. Gerade mit den Stempeln ist der Aufwand echt gering. Ich habe das Shirt zuerst gebügelt und dann eine Pappe eingeschoben, sodass die Farbe nicht durchdruckt bzw. genügt auch ein Blattpapier. Ich wollte das große Motiv auf dem Rücken anbringen und auf der Vorderseite nur einen kleinen Fisch auf der Brusttasche. Bevor die Farbe ins Spiel kommt, habe ich die Stempel erst einmal so platziert, wie sie später gedruckt werden sollten. Das erste i habe ich hier durch eine Muschel ersetzt.
Als das Motiv feststand, habe ich mit einem Holzspatel etwas Farbe auf einen kleinen Schaumstoffpinsel aufgetragen und erst einmal ein paar Versuche auf einem Stück Stoff gemacht, um zu schauen, wie viel Farbe benötigt wird, wie fest aufgedrückt werden muss und wie man möglichst saubere Ränder hinbekommt.
Anschließen habe ich das Shirt mit dem Motiv bedruckt. Hierbei hatte ich zuvor nicht bedacht, dass der „weiße Rand“ des Stempels später ja wegfällt, weshalb ich kurz zuvor noch einmal neu anordnen musste. Auf die Brusttasche habe ich dann später noch einen kleinen Fisch gestempelt.
Auf einem anderen Shirt habe ich dann noch einen Oktopus auf die Brusttasche gestempelt. hier und da war es etwas ungenau gedruckt, weshalb ich dort mit einem kleinen Pinseln nochmal ausgebessert habe.
Anschließend muss der Druck noch fixiert werden und zwar durch Wärme. Hierfür habe ich ein Stück Transparentpapier über das Motiv gelegt und mit dem Bügeleisen (ohne Dampf) für einige Zeit darüber gebügelt. So sollte es nun auch der Waschmaschine standhalten. Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis und überlege bereits, welche Kleidung ich als nächsten bestempeln kann. Oder ich teste bald endlich das Siebdruckset aus.

